Namibia

Namibia 27.11.-6.12.2015

„Von nichts hat der Mensch so viel wie von Zeit. Sie wird niemals weniger, sondern es kommt ständig neue hinzu.“ (Afrikanische Weisheit)

Im November wurde Dank TARUK einer meiner größten Reisewünsche erfüllt – Namibia.

Mit einer Gruppe von 12 reiselustigen Touristikern machten wir uns von Frankfurt auf den Weg nach Afrika. Unser Ziel Südnamibia – Fish River Tour – ausführlich und authentisch.

Die Namib Wüste – die roten Dünen der Sossuvlei – Fishrivercanyon – Kgalagadi Transfontierpark zwischen Namibia, Südafrika und Botswana – Die verlorenen Welt der Kalahari – als die Reiseunterlagen kamen wurde mir langsam klar, welche Weiten wir in dieser Zeit bereisen werden, ich war unwahrscheinlich aufgeregt und wollte unbedingt einmal die Rote Sonne Afrikas über den Dünen der Namib sehen.

Die Reise startete nach einem 10-stündigen Flug mit unserem ersten Sonnenaufgang über dem Flughafen von Windhoek – rote Erde, Berge und Farben die einem das Herz erwärmen.

Am Husea Kutako Airport wurden wir von unserem Guide und Fahrer von TARUK herzlich in Empfang genommen und ab ging es Richtung Swakopmund. Nach kurzer Zeit verließen wir die Berge um Windhoek und die Ebene wurde immer karger, dennoch konnte ich kaum die Augen vom Horizont abwenden. Dieses Licht, diese Weite…. Es war erst der Anfang und diese Eindrücke sollten mich noch vieleTage begleiten.

Swakopmund am Atlantik ist Namibias schönste Stadt. Überall sieht man interessante Objekte aus der Kolonialzeit, deutsche Straßennamen, Hotel Eberwein oder Hotel zum Kaiser, prachtvolle Gebäude im wilhelminischen Stil, The Stiltz – eine traumhafte Lodge am Strand. Tolle Gastronomie über den Wellen des Atlantik. Die Temperaturen waren uns gnädig und nach einigen Tagen war mir auch klar, warum es auch schön sein kann, bei angenehmen Temperaturen und Nebel Urlaub machen zu wollen. Am nächsten Tag starteten wir Richtung Süden vorbei an der Walvis Bay immer weiter hinein in die Namib. Sanft gewellte Sanddünen, schwarzbraune Felszacken, trockene Riviere (so heißen die Trockenflussbetten in Namibia), Kuiseb Canyon und einsame Farmhäuser bilden den unvergleichlichen Charm Namibias. Wir kreuzten „ The Tropic of Capricorn“ und kamen am Nachmittag zur Weltevrede Guest Farm im Herzen der Namib-Wüste. Zum Sonnenuntergang wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, wo ein Dämmerschoppen auf uns wartete. Zum erstenmal erlebten wir einen tollen Sonnenuntergang in der Namib.

Zeit für eine lange Nachtruhe blieb nicht, mit den ersten Lichtstrahlen des Tages ging es zu den höchsten Sanddünen der Welt. Im Sonnenaufgang fährt man die letzte Wegstrecke zur Sossusvlei im offenen Geländewagen. Der anstrengende Aufstieg zum „Big Daddy“ (die großen Dünen haben Namen) oder zur „Big Mama“ wird mit dem weltweit einmaligen Wüstenpanorama belohnt, der trockene Deadvlei mit seinen abgestorbenen Baumstümpfen ist ein Fotoshooting wert. Man wird es nie vergessen!

Doch das Tagesziel war noch nicht erreicht – die Fahrt ging auf die Hochebene von Aub, einem geschichtsträchtigen Fleck Namibias. Auf dem Weg dorthin begegneten uns die Wildpferde und ein Sundowner auf einer Berganhöhe durfte nicht fehlen, dort hörten wir die Geschichte Namibias, der lange Weg zur Unabhängigkeit. Im Aub Bahnhof Hotel, wo wir auch die Nacht verbrachten, wurden wir im Restaurant mit landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt. Mich berührte die Gastfreundlichkeit der Menschen, die uns überall begegnete.

Schon der nächste Tag brachte ein neues Highlight. Die Fahrt ging zum Fishriver-Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Leider war uns dort der Wettergott nicht so hold und es war bewölkt, sonst wär das Naturschauspiel noch schöner gewesen. Aber der Sonnenuntergang brachte die Felsen zum Glühen und die ganze Gruppe war davon sehr beeindruckt und bewegt. Wir bezogen für eine Nacht die Canyon Lodge, die zwar etwas außerhalb lag, sich aber fast unsichtbar in das grandiose Gelände von Granitfelsen einfügte . So ruhig und einzigartig, dass selbst Oryz und Springbok in der Nacht zum Grasen auf das Gelände kamen. Einen Sprung in den Pool zur Nachtzeit unter Sternenhimmel kann ich nur jedem empfehlen – man muss es einfach selbst erlebt haben.

Am frühen Morgen verließen wir den Canyon und fuhren zu unserem nächsten Etappenziel über die südafrikanische Grenze Richtung Botswana. Kgalagadi Transfrontier Park – einem riesigen Naturreservat. Zu den hier künstlich angelegten Wasserlöchern strömen Oryx, Springböcke, Gnus und Elenantilopen zu Hunderten. In Twee Rivieren haben wir den Kleinbus gegen einen Geländewagen eingetauscht, der uns zur Rooiputs Luxury Lodge in Botswana brachte. Wow – das war für mich Afrika pur! Nur wenige Bungalows reihen sich dort auf den Sandhügeln der Kalahari. Eine kurze Erfrischung und sofort ging es auf die Pirsch – unser Ranger zeigte uns die Schönheit dieses Landes…langsam sahen wir Tierherden um Tierherden bei untergehender Sonne und dann entdeckten wir sie – den König der Tiere – den Kalaharilöwen. Ein außergewöhnliches Erlebnis. Ein Fotomotiv war schöner als der andere. In der Nacht besuchten uns die Löwen in der Lodge. Zuerst konnten wir sie nur hören – das Brüllen auf der Jagd – ein Gänsehautgefühl. Am nächsten Morgen sahen wir sie – die Tatzenspuren vor der Terrasse der Lodge. Tatzen größer als der Fußabdruck eines erwachsenen Menschen. Früh verließen wir an diesem Tag die Lodge, um schon kurz nach Sonnenaufgang die Wildtiere zu beobachten. Gnu´s „the blue wild Beast“ , Elenantilopen, Oryx, Springbock, Schakale, Hyänen, unzählige Adler und Geier, eine Vielfalt von Vögel, Eulen und natürlich Löwen. Eigentlich kann ich für diese Erfahrung keine Worte finden – es war einfach einzigartig.

Die Rückfahrt Richtung Windhoek brachte uns über Mata Mata zurück nach Namibia. Und dort sahen wir sie – eine Gruppe Giraffen, die sich bei der Mittagshitze unter den hohen Bäumen versteckten. Die Sanddünen der Kalahari leuchteten in einem besonderen Rot, das Grün war grüner, die Wolken weißer und der blaue Himmel blauer als ich es mir vorstellen konnte. Es hört sich vielleicht etwas überzogen an – aber so war es.

Unser letzter Stop brachte uns zur Auob Country Lodge. Auch hier wurden wir wieder mit einer besonderen Herzlichkeit empfangen und bewirtet. Wie auf der ganzen Reise war es immer wieder überraschend, wieviele Menschen Deutsch sprachen. Ein Überbleibsel der Kolonialzeit.

Am Abend durften wir mit Jeeps durch den hoteleigenen Wildpark fahren – bis zum Sonnenuntergang, der mit einem Sundowner begleitet wurde. Aber das emotionalste Erlebnis sollte noch kommen. Bei Dunkelheit wurden wir auf eine Düne geführt, überall nur Kerzen und Laternen, dort oben war eine wunderschöne Weihnachtstafel für uns gedeckt. Die nackten Füße im warmen Sand, über uns die leuchtenden Sterne der afrikanischen Nacht und so viele Sternschnuppen, dass man sie nicht zählen konnte – Romantik pur. Hier konnten wir noch einmal die gute Küche Namibias kosten – ein 3-Gänge-Menü brachte uns ins Schwärmen und wir haben noch bis lange in die Nacht hinein geredet und gefeiert.

Am nächsten Morgen ging es zurück nach Windhoek – der Hauptstadt Namibias, wo uns noch Zeit für einen Bummel und etwas Sightseeing blieb. Die Christuskirche, der Straßenmarkt, das bunte Treiben der Bewohner…es wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Dann hieß es Abschied zu nehmen. Abschied zu nehmen von einem Land, dass trotz seiner Kargheit, der Wüsten, der Savanne doch so vielfältig, so bunt, so berauschend, so einzigartig ist in seiner Natur und Tierwelt.

Es gibt ein Sprichwort – wer einmal in Namibia war, den lässt es nicht mehr los – man wird wiederkehren! Ich bestimmt!

DANKE TARUK!!!

 

Anmerkung:
Wir haben die Fish-River-Canyon Tour in nur 8 Tagen erlebt, für Kunden von TARUK wird diese als 14-tägige Tour angeboten. Es stehen noch eine Vielzahl von wunderschönen Reisen (14-21 Tage) zur Auswahl. „Ausführlich & authentisch“ –„ Natur-Erlebnis Überland“ – „Exklusiv & mit Muse“ oder auch „Selbst am Steuer“. Je nach Tour sind die Routen und die Lodges zusammengestellt. Alles sehr sensibel aufeinander abgestimmt. Deutschsprachige Guides. Große Reise – kleine Gruppen.

Wenn Sie einmal die Sonne Afrikas sehen möchten, auf einer Düne ein wunderschönes Abendessen genießen oder den Löwen der Kalahari brüllen hören möchten – rufen Sie mich an! Ich würde mich freuen.

Rosi Cowburn
Schweinsteiger Reisen